Playlist | Spring 2022


Wie Ihr in der Einleitung schon gelesen habt, gibt's heute weniger Worte und mehr Musik auf die Ohren. Ich werde meine Blogepisoden dann und wann mit eigenen Playlists ergänzen.

Auch gewissermaßen der Soundtrack meines Lebens, denn sie sind nicht wahllos zusammengewürfelte oder algorithmische Ergebnisse der Elektronik, sondern - Ihr ahnt es schon - Songs, die mich beschäftigen, führen und leiten. Damals vielleicht mehr beiläufig und heute farbenreich erinnernd. 


"The drugs don't work..."

So heißt es in einer Textzeile eines bekannten Songs.

Musik sehr wohl!

Immer wieder und immer noch.

Ist das nicht klasse?

Und ich bekomme einfach keine Überdosis.

Fühlt sich gut an!

 

Im ersten Quartal des Jahres schepperte es nochmal kräftig. Corona und die Folgen wurden flankiert vom Krieg in Europa. Ganz nah. Ganz irrwitzig. Vollkommen bescheuert. Ausgang ungewiß. Unbeirrt davon zog Corona weiter seine Wahnsinnsrunden und ich übe mich in der Formung einer inneren Haltung zu alle dem. Als Mensch, Mann, Ehemann, Vater, Musiker, Freund, Kollege, Bürger...

Hups, ich bin so viel. Wie soll das alles gehen? Ganz schön viele Bälle in der Luft. Kennt Ihr das? Mache ich mir die oben genannten Personen doch zum Komplizen und orientiere mich zusätzlich an ihr: der Musik!


Sie gibt, ohne zurückzufordern. Sie spendet, was ich brauche, führt und leitet. Wertfrei und auf eine entwaffnend natürliche Weise heilend. Und es sind nicht zuletzt Musiktitel aus der Jugend oder zumindest Nummern von weiter zurück, die Anker im Fühlen, Denken und Handeln sind. Zumindest stelle ich das bei mir so fest. Vermutlich kennt Ihr das auch.

 

Diejenigen, die mich kennen, wird die heutige Playlist vielleicht verwundern.

"Waaas? Popmusik? Alter, Du bist doch sonst nur im schwarzen Meer der Musik unterwegs!"

Weit gefehlt. Die Popmusik der 80er und 90er Jahre hat meinen musikalischen Kompass wohl ebenso geprägt wie es die Spieluhr für Kinder im Säuglichsstadium über ihrem Bettchen tut.

 

Ihr findet hier Songs, deren Stimmung, Sounds und Melodien mich damals bereits gefangen nahmen. Ohrwürmer vielleicht. Dann legte sich das Würmchen für einige Jahre zur Ruhe. Jetzt wurde es wieder erweckt.


Musik speichert Dinge, die uns widerfahren sind, fest ab. Gefühle, Erlebnisse, Gerüche und so. 

In uns, dem Bewußtsein oder Unterbewußtsein. Und von Zeit zu Zeit treten sie, ausgelöst durch Erinnerungen oder ähnliche Trigger, wieder an die sichtbare Ebene.

"So geht das immer", pflegt ein lieber, kleiner Mensch mir täglich zu sagen.

 

Viele der Titel aus der heutigen Playlist sind Töne der Vergangenheit. Ich habe als Kind dem Radio gelauscht während ich gespielt oder zu Hause rumgekramt habe. Da lief die Musik mehr beiläufig, später lauschte ich konzentrierter.

Als Jugendlicher formte sich das zarte Pflänzchen zu sowas, wie einer musikalischen Identität. Beeinflusst und flankiert durch Erlebnisse und Ereignisse in meiner Umwelt.

Wenn ich diese Nummern heute höre, kommt dieses Ankergefühl. Erinnerungen flammen auf und die Musik erdet mich gleichzeitig auf eine eigenartig vertraute Weise. Tut gut!

 

An Talk Talk werdet Ihr vielleicht feststellen, dass die Playlist in Stimmung und Gefühl nicht ganz so homogen ist. Wie ich. Richtig. Paßt also!

Einige Titel der Playlist sind aktuell Programm bei mir. Bei anderen reißt mich einfach die Hookline mit. Ich überlasse es Eurer Phantasie, herauszufinden, welcher Song wohl wo zu zuordnen ist. Oder Ihr laßt es und freut Euch einfach über die Musik. Oder beides... :)

 

Bei Stevie Winwood zum Beispiel ist es zum Beispiel so, dass es lediglich ein/zwei Songs sind, die mir aus der Jugend im Ohr lagen. Und beim Weiterhören der Alben jetzt im Frühling kamen dann noch einige dazu. Coole Musik. Tolle Mischung aus Groove, Blues, Rock und Pop. 

 

Über Phil Collins werde ich zusätzlich noch'ne gesonderte Episode schreiben müssen demnächst. 


Jetzt aber viel Spaß mit der Playlist!

Und wer weiß ...

Vielleicht verbindet Ihr mit dem einen oder anderen Titel auch Erinnerungen ...


Was es in der nächsten Woche gibt, verrate ich noch nicht. Ich hab hier soviel rumliegen, dass ich mich entschieden habe, spontan auf das Gefühl zu reagieren.

Von JazzBaltica gibt es auf jeden Fall noch drei oder vier Teile.

 

Bis dahin bleibt sauber geerdet, wenn es wieder heißt:

 

"Immer wieder Sonntags kommt die Erinnerung!"

 

Euer Kai


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